Mikroplastik | Planungsbüro Hendel + Partner

2019 – Juli

Mikroplastik – frei!

Kein Mikroplastik auf den Kunstrasenplätzen in den rheinhessischen Gemeinden Dienheim, Nierstein-Schwabsburg und Undenheim. Bei den von Hendel + Partner geplanten und gebauten Sportplätzen kam jeweils Kork-Sand zum Einsatz, der ökologisch und gesundheitlich unbedenklich ist.

Foto: Sportanlage Undenheim, Hendel+Partner

Eine geplante EU-Richtlinie zur Vermeidung von Mikroplastik hat auch Auswirkungen auf den Fußball: Laut dem Vorhaben der EU darf ab 2022 kein Gummi-Granulat mehr verwendet werden. Dies wird allerdings auch als Unterlage bei Kunstrasenplätzen verwendet. Laut DFB sind rund 6.000 Fußballplätze in Deutschland betroffen, der Verband will deshalb eine längere Übergangsfrist und bekommt Unterstützung vom Bundesinnenminister.

Laut einer Schätzung des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik gelangt in Deutschland durch Granulat auf Sportplätzen mehr Mikroplastik in die Umwelt als durch Verpackungen und durch Textilwäsche. Andererseits ist demnach die Umweltbelastung durch Reifenabrieb um den Faktor neun höher.

Als Alternative zum Gummi-Granulat auf Sportplätzen stehen Kork, Sand, Hybridrasen – halb Kunst und halb Natur – oder Kunstrasen ganz ohne Verfüllung zur Verfügung. Allerdings ist fraglich, ob die Sportplatzbaufirmen überhaupt die Kapazitäten für eine komplette Umrüstung bis 2021 hätten.

Gerne beraten wir Kommunen und Vereine, wenn sie neue Sportanlagen bauen oder bestehende sanieren möchten…